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Unsere Pfarrkirche Schwedt

1. Allgemeine Beschreibung der Kirche

Unsere Pfarrkirche wurde in den Jahren 1895-1898 erbaut. Ihr Architekt ist Max Hasak, er war preußischer Landbauinspektor. Die Kirche ist im neugotischen Stil errichtet, wobei der Architekt sehr frei mit den überkommenen Formen umgegangen ist. Als die Kirche erbaut wurde, stand sie am Rand der kleinen Stadt Schwedt, unser Pfarrgrundstück grenzte direkt an der Stadtmauer. Heute steht sie mitten in der Altstadt und prägt das Zentrum von Schwedt. In ihrem äußeren Erscheinungsbild ist die Kirche fast noch in dem Zustand, in dem sie erbaut wurde. Anders ist es mit dem Innenraum. dieser wurde immer wieder nach dem jeweiligen Zeitgeist verändert.

 

2. Die neugotische Gestaltung des Innenraumes

Innenansicht der Kirche im UrsprungDen ursprünglichen Zustand unserer Kirche kann man noch sehr gut auf einem großen Foto erkennen, welches aus der Anfangszeit stammt. Der Innenraum war, wie schon erwähnt, im neugotischen Stil ausgestattet. In weiten Bögen spannt sich die Decke über das Kirchenschiff.

Die Holzarbeiten der Altäre waren aus der Münchener Hofkunstanstalt, die Bleiglasfenster aus einer Werkstatt in Münster.

Links auf dem Bild, unter der Fensterrosette, ist der Windfang des Seiteneinganges zu erkennen, gegenüber unter dem Fenster stand die Kanzel. Die Sakristei war vorn rechts, der Zugang zum Altarraum ist zu erkennen. Der Altarraum hat fünf Fenster, die nach Südwesten weisen. Unsere Aufnahme muß am Nachmittag aufgenommen worden sein, während des Gottesdienstes am Vormittag ist der Altarraum nicht so lichtdurchflutet wie auf dem Bild.

Die Ausstattung des Anfangs blieb im wesentlichen bis nach dem Krieg erhalten, die Kirche war nur an einer Ecke der Vierung beschädigt. Einige Teile des Hochaltares sind noch gut erhalten vorhanden, es bestand also keine Not, den Altar zu entfernen. Die Fenster wurden im Krieg und hinterher sehr beschädigt, 1964 wurden neue Fenster eingebaut, die Entwürfe stammten von Dr.G.Nawroth aus Görlitz.

 

3. Markante Kunstwerke in der Kirche

Anna-SelbdrittDie Kunstwerke bereichern auch heute noch das innere Aussehen der Kirche. Das Kreuz

 

4. Die Neugestaltung von 1969/70

Innenraum seit 1969/1970Die Neugestaltung des Innenraumes unserer Kirche erfolgte in einer Zeit, wo viele Kirchen im Erzbistum "erneuert" wurden. Es war die Zeit nach dem Konzil und man versuchte, die Innenräume nach den Erfordernissen der erneuerten Liturgie zu gestalten. Es war auch die Zeit, wo man sich in oft leichtfertiger Weise von vorhandenen Gestaltungen löste und um jeden Preis es anders und "modern" haben wollte. Die Schwedter Kirche war einige Jahre ein anschauliches Beispiel dafür.

Der Gedanke beim Umbau war: Der Altar gehört in die Mitte und das Volk Gottes versammelt sich darum. Diesen Grundgedanken hat der Bildhauer Friedrich Preß in Stein umgesetzt. Ein sehr ausdrucksvoller Altar aus Sandstein wurde auf einer quadratischen Altarinsel genau in der Vierung der Kirche aufgestellt, seine Abmessungen sind 1,5 x 1,5 x 1,0 m. Das Relief auf den Seiten soll die unübersehbare Menschenmenge bei der Brotvermehrung darstellen.

Diesem Altar in der Mitte wurde die ganze Gestaltung des Innenraumes untergeordnet, er beherrschte den ehemals neugotischen Kirchenraum. Drei von den Fenstern des Altarraumes wurden zugemauert, damit die Gläubigen nicht vom Geschehen auf dem Altar abgelenkt werden.

Betrat man die Kirche durch den Haupteingang, sah man den Altar und dahinter die Wand mit den zugemauerten Fenstern - ein wahrhaft kahler Anblick! Beim Hauptgottesdienst sonntags waren die Sitzplätze der Kirche so gut wie besetzt. Die Gläubigen saßen im Hauptschiff und im ehemaligen Altarraum, die zu spät Kommenden konnten sich links und rechts neben dem Tabernakel hinsetzen, aber nur wenige Beherzte taten das. Man saß sich also gegenüber und wurde durch die großzügig angelegte Altarinsel eher getrennt als "versammelt", zumal die Kirche durch den Haupteingang betreten und verlassen und die anderen durch den Nebeneingang, der in die Scheitelwand des Altarraumes gebrochen wurde. Für den zelebrierenden Priester war die vollbesetzte Kirche immer ein Problem: wohin er sich auch wendete, immer hatte er Gläubige im Rücken.

Ganz übersehen hat man bei der damaligen Gestaltung, dass die Verkündigung des Wortes Gottes einen würdigen Platz erhalten soll, das Konzil sprach sogar vom "Tisch des Wortes".
Es gab keinen geeigneten Platz, wo man ein Ambo aufstellen könnte. Immer musste man das Lektionar in der Hand halten und "freihändig" predigen. Im Hauptgottesdienst predigte der Pfarrer von der Ecke des Treppengeländers, eine feierliche Prozession mit dem Evangelienbuch dorthin war ausgeschlossen.

Andere Schwierigkeiten bereiteten die Anordnung des Tabernakels und der Marienstatue. 

Durch den Umbau 1998 wurde dies korrigiert... 

Publiziert am: Freitag, 26. November 2004 (10098 mal gelesen)
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