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kurz und knapp

Schwedt/Oder
L.-Harlan-Str. 3
16303 Schwedt/Oder
Tel. 03332-22091
heilige Messen
Samstag 18 Uhr
(nicht im Juli/August)
Sonntag 10:30 Uhr
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Angermünde
Gartenstr. 3
16278 Angermünde
heilige Messen
Sonntag 8:45 Uhr

weitere Gottesdienste und Termine nach Vermeldung oder im aktuellen Pfarrbrief

 
 


intern

 

Kirche

Unsere Pfarrkirche in Schwedt ist in den Jahren 1895 bis 1898 nach den Plänen des Berliners Bauinspektors Max Hasak im neugotischen Stil errichtet worden. Auffällig ist der 56 Meter hohe Turm mit seinem spitzen Dachreiter.

direkte Infos zu: Orgel        Kreuzweg     Fenster(folgen später)

 

 

 

 

Das Innere der Kirche war ebenfalls nach dem Geschmack der damaligen Zeit neugotisch gestaltet, wobei die Ausstattung sehr harmonisch wirkte.
Die Baukosten von 110.000 Mark wurden durch zahlreiche Spenden der Gläubigen und den Stiftungen der Familie Ortmeyer und Krebs aus eigenen Mitteln erbracht. Die Größe dieser Leistung wird deutlich, wenn man bedenkt, dass von den etwa 10.000 Schwedtern nur 300 dem katholischen Bekenntnis angehörten. Mit dem Militär waren vermehrt katholische Soldaten nach Schwedt gekommen und so wurde seit 1830 zweimal jährlich ein Gottesdienst für die Militärgemeinde gehalten. Am 9. Januar 1853 hält Eduard Müller den ersten Gottesdienst der katholischen Zivilgemeinde Schwedt. Die treibende Kraft zu dieser Zeit war Carl Ortmeyer und seine Familie, die das um 1852 erworbene Grundstück mit Gartenlokal und Tanzsaal 1853 der jungen Gemeinde zur Verfügung stellte.
Der Tanzsaal wurde dann zur Kapelle umgebaut und am 15. August 1853 feierlich eingeweiht. Im Jahre 1857 wurde Schwedt zur Missionspfarrei erklärt.
Am 15. August 1895 war es dann soweit und die Bauarbeiten konnten beginnen. Der Grundstein für die Kirche wurde am 1. November 1895 gelegt.
Die Kirchenchronik nennt den 20. Mai 1898 als Tag des Bauendes und am 24. Mai fand die feierliche Benediktion durch den fürstbischöflichen Delegaten Neuber aus Berlin statt. Die "Märkische Volkszeitung" schrieb hierzu: "Nach dreijähriger Bauzeit und nach Überwindung großer Schwierigkeiten, welche letztere die außergewöhnlich lange Bauzeit verursachten, ist es endlich gelungen,die neue katholische Kirche fertig zu stellen!.".
Im Jahre 1902 wurde die bisherige Missionspfarrei zur richtigen Pfarrei erhoben, da die Gemeinde sich vergrößerte. Die drei Glocken der Kirche, die 1917 zu Kriegszwecken abgegeben werden mussten, schien der einzige Tribut an die geschichtlichen Ereignisse in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu sein, den die katholische Kirche in Schwedt zu zahlen hatte.
Am 18.April 1945 erhält die Kirche einen schweren Bombentreffer in das linke Seitenschiff. Der Hochaltar und die Orgel blieben unversehrt. Am 20.April wird die Kirche erneut getroffen und in der Nacht die Stadt auf Befehl des Stadtkommandanten geräumt. In diesen letzten Kriegstagen wurde Schwedt zu fast 85% zerstört.
 



Zum Ende des Krieges erlitt das Bauwerk im Gewölbe und im Eingangsbereich des Turmes einige Zerstörungen, die Inneneinrichtung blieb weitgehend erhalten. Die Schäden an der Kirche konnten in den nächsten fünf Jahren behoben werden, am 20.August 1950 fand der ersteGottesdienst nach dem Krieg statt. Die Gemeinde ist mittlerweile wieder beträchtlich gewachsen, bis 1952 steigt die Zahl der Gläubigen auf über 1600 an, doch schon im folgenden Jahr setzt die große Abwanderung nach Westen ein und die Gemeinde schrumpft auf 1000 Mitglieder zusammen. Im Jahre 1964 wurden die ursprünglichen Fenster, die erheblich zerstört waren, durch neue farbige Bleiglasfenster ersetzt. Eine grundlegende Umgestaltung der Kirche erfolgte in den Jahren 1969 bis 1971. Die neugotische Ausstattung wurde restlos entfernt und durch betont schlichte und moderne Stücke wie z.B. einen neuen Fußboden aus Sandstein ersetzt.
Die Konzeption für die Umgestaltung stammt von dem bekannten Dresdner Bildhauer Friedrich Press, von ihm sind der ausdrucksvolle Altar aus Sandstein, der Tabernakel, der Taufstein und die Pieta. Der Altar wurde seinerzeit bewusst in die Mitte der Vierung gestellt, das "Volk Gottes" sollte sich um ihn versammeln. Diesem grundlegenden Gedanken folgend wurden Eingänge verlegt, Chorfenster zugemauert und einige Architekturelemente der neugotischen Gestaltung entfernt. Der Innenraum erhielt ein ganz anderes Aussehen, widersprüchlich zur ursprünglichen Struktur des neugotisch angelegten Raumes.
Um 1980 kam der neue Kreuzweg in die Kirche, er wurde von dem Berliner Maler Hans Schindler gestaltet. Die neue Orgel der Orgelbaufirma Sauer bildete 1988 den Abschluss der großen Erneuerung der Kirche.

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